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Ortsgruppe- GLA Mitte

Regionalforum Gladbeck

Eingeladen durch den DGB Gladbeck und das IG BCE Regionalforum Gladbeck fanden sich die Kandidatinnen & Kandidaten des Landtagswahlkampfes NRW im Lesecafe der Stadtbücherei Gladbeck ein.

Neben Michael Hübner traten Christine Dohmann, Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag Recklinghausen, Günter Blocks, Kreissprecher der Linken aus Bottrop – in Vertretung für Ralf Michalowsky, der verhindert war – und Dr. Martin Lange für die CDU auf dem Podium. Elke Marita Stuckel-Lotz von Bündnis 90/Die Grünen hatte abgesagt.

André Fritz, Redakteur Radio Wesel, moderierte die Veranstaltung. Nach allgemeinen Statements zur politischen Lage, wie „Die Politik hat sich aufs Internet verlagert“ (Dohmann), „Abgehängte wählen nicht“ (Blocks) oder „Politik als Chance begreifen“ (Lange), wurden die Themen Innere Sicherheit, Bildung, Wirtschaft sowie sichere und faire Arbeitsplätze erörtert. Dass es einen Unterschied zwischen dem subjektiven Sicherheitsgefühl und der Realität gibt, darin waren sich alle vier einig; jeder Mensch habe einen Anspruch sich sicher zu fühlen, betonte Christine Dohmann, „deshalb plädieren wir für mehr Polizei auf der Straße.“ Beim Thema Bildung ging es natürlich um die „Glaubensfrage“ G8 oder G9.

Hübner und Lange waren für das Abitur nach 13 Jahren, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen. Die SPD will die Mittelstufe um ein Jahr verlängern, während sich die CDU mit Blick auf die Vereine für mehr Freizeit am Nachmittag einsetzt. Christine Dohmann wünschte sich mehr Wahlfreiheit für die Schüler und Günter Blocks eine Schule, in der beides angeboten werde.

Im zweiten Teil der Diskussion brachte Moderator Fritz die Sanduhr ins Spiel, um die Kandidaten anzuhalten, sich kurz zu fassen. Hier waren die Lage der Öffentlichen Hand mit ihrer maroden Verkehrsinfrastruktur – „Stauland NRW“ – genau so ein Thema, wie die Digitalisierung, der Arbeitsmarkt mit Leiharbeit und Minijobs und die Situation des Industriestandortes Nordrhein-Westfalen.

Nach 90 Minuten war das Publikum aufgefordert, Fragen zu stellen. Mit Thomas Dreessen vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, fand sich nur ein Zuhörer dazu bereit. Er vermisse die Jugend in dieser Diskussion, so der Theologe: „Die jungen Leute brauchen eine Zukunft, an die sie glauben können.“ Dies hätte ein schöner Schlusssatz sein können, doch André Fritz animierte die Politiker dazu, in „die Glaskugel“ zu schauen „Welche Farbenspiele wird es nach der Wahl geben?“

Er hoffe, dass Rot-Grün abgewählt werde, so Martin Lange, während Michael Hübner vorgab, sich um Farben „nicht zu kümmern“. Günter Blocks war sich sicher, dass die SPD nicht ohne Die Linke ihre Wahlversprechen umsetzen könne und Christine Dohmann gab sich selbstkritisch optimistisch: „Wir sind durch ein tiefes Tal der Tränen gegangen. Ich hoffe, die FDP landet bei neun bis elf Prozent.“

Zur Bundestagswahl 2017 wollen die Gewerkschaften eine ähnliche Runde – dann mit den Bundestagskandidaten - wiederholen. Vorgesehen ist der 18. Juli. 








Die Regionalforen bündeln die gewerkschaftlichen Aktivitäten an der Basis und arbeiten gemeinsam daran, das Profil der IG BCE in den Regionen zu stärken. 

Dabei organisieren sie nicht nur gemeinsame Veranstaltungen, sondern gehen auch der Frage nach, welche Angebote die IG-BCE-Mitglieder in ihren Regionen brauchen. Außerdem bieten sie eine wichtige Möglichkeit, gegenseitig Erfahrungen auszutauschen. Immerhin sind Regionalforen eine gute Möglichkeit, gemeinsam herauszufinden, welche Themen den Gewerkschaftern in der Region auf den Nägeln brennen. Dazu gehören vor allem Themen wie Familie, Bildungspolitik oder auch Neue Medien. Sie wollen sich verstärkt darum kümmern, dass gewerkschaftliche Themen Bestandteil öffentlicher Debatten werden. So können die Beteiligten branchen- und betriebsübergreifend an Themen arbeiten, die alle betreffen. Dabei nehmen die Regionalforen gezielt Einfluss auf die Kommunalpolitik und das gesellschaftliche Umfeld. 

Das Regionalforum Gladbeck hat sich wie folgt aufgestellt!

Vorsitzender ist Kollege Werner Ferdinand (BR Ineos Phenol)

Stellvertreter ist Kollege Achim Prätsch

Schriftführerin ist die Kollegin Annette Grasedieck